Gestern in der S-Bahn zwischen Zoo und Friedrichstr.
Ein Mann stieg mit mir Bahnhof Zoo in die S-Bahn ein und ob ihr es glaubt, oder nicht, quatschte die ganzen Stationen
bis ich aussteigen musste.
Er redete aber nicht die ganze Zeit mit mir, sondern eigentlich textete er nur die ganzen Mitfahrer zu - immer in einer
gut hörbaren Lautstärke, wandernd zwischen dem einen Ende des Wagons bis zum anderen.
Leider nur Themen, die ich nicht hören wollte. Wieviel ein Opa mit 12! Enkeln bei seiner Rente bekommt, Dass m an ja
aufpassen solle, was die Schwestern der Nachrichtensprecher machen usw. usf.
Und warum schreib ich das? Eigentlich sind ja solche Leute keine Besonderheit hier im weltoffenen Berlin, so
dass ich eigentlich sagen könnte - nix neues, eher vollkommen uninteressant,
aber einen Tag vorher hab ich mit einem Freund darüber gesprochen, dass doch die vielen
Straßenfeger-/Motz-An-den-ÖPnv-Nutzer-Bringer immer nur zwischen 2 Stationen im Wagon bleiben, um dann beim nächsten
Halt in den nächsten Wagon weiterzuziehen.
Warum bleiben die nicht einfach im Wagon und verkaufen ihre Zeitung nicht richtig, bzw. machen sie den Mitfahrern nicht
interessant, indem sie sei beispielsweise näher beschreiben...
Sie nuscheln kurz ihre Lebensgeschichte, laufen einmal durch den Wagen und sind dann wieder verschwunden.
Aber der Mann gestern...
Ich bin ziemlicher fester Meinung, dass er die Fahrgäste noch einige Stationen "begeistert" hat. Er nervte zwar, aber
tat das nicht mit der Absicht, einen Obulus dafür zu erhalten. Freund meinte nur - vielleicht wollte er sich nur
unterhalten...

)
Viele Grüße,
datt Casey
Diesmal war ich wirklich überrascht! Nachdem wir (die ÖPNV-Fahrer/Leidesgenossen/-innen) am 23. Februar von einem Mitfahrer über das Rentenproblem aufgeklärt wurden, ereilte mich nun das Schicksal in Form einer neuen Verkaufsvariante des Strassenfegers.
Aufgenommen: Mär 15, 13:55