Hmm, es ist schon seltsam, so im Rückblick auf das knappe halbe Jahr, in dem ich jetzt in meinem neuen Job
arbeite...
Ich meinte nämlich damals, als ich meine Entscheidung im alten Team verkündete zu einem Freund,
dass ich das Team vermissen werde, weil es ein absolut tolles Team war - ich bin dort ja ziemlich genau 10 Jahre
Teammitglied gewesen und hatte in der Zeit einige Jobangebote aufgrund dieses Teams ausgeschlagen. Er erwiderte
folgendes:
Jede Entwicklung ist ein Schritt nach vorn. Schau mal mit einigem Abstand zurück und vergleiche
dein jetziges Team mit dem alten - vielleicht wirst du feststellen, dass nicht alles so gut ist, wie es scheint. Denn,
wenn man nur eines kennt, kann man schlecht vergleichen.
Er hatte Recht!
Mit einem gewissen Abstand
gesprochen möchte ich sagen, dass ich mein aktuelles Team nicht mehr missen möchte. Hier gibt es für Ideen nur wenige
Hemmnisse, und wenn doch, dann hat man sie auch selbst entdeckt und sie wurden nicht fremdbestimmt, weil jemand einfach
nicht wollte und nur krampfhaft nach Gegenargumenten suchte.
Es mag jetzt vielleicht böse klingen - obwohl es
wirklich nicht so gemeint ist, aber im alten Team gab es eine Menge Verharren, ja Stillstand, ein gegenseitiges
Ausbremsen war an der Tagesordnung. Wobei ich im Team dies nicht so wirklich wahrgenommen habe! Ich war einfach in dem
Trott wie gefangen - jede Veränderung bringt erstmal Unsicherheit mit und Unsicherheit... Unsicherheit ist im ersten
Moment nichts Gutes, aber Unsicherheit ist auch die Chance etwas zu verbessern. Dem gegenüber habe ich in meinem neuen
Team, in meiner neuen Aufgabe das Gefühl, etwas bewegen zu können.
Ich hab zwar weniger bis gar nicht mit
Kunden zu tun, aber ich bewirke im Hintergrund doch teilweise auch große Veränderungen. Welche, kann und darf ich hier
nicht verraten
.
Also - Rückblick: Es war eine schöne Zeit, und ich möchte sie nicht missen, aber
10 Jahre sind lang genug! Auf und weiter geht's!
Euer Carsten